Montag, 17. Februar 2020
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Kreisjugendfeuerwehrtag 2017 in Seesen

2017 03 04 004Rückschau halten, verdiente Mitstreiter ehren und Abschied nehmen – so lässt sich kurz das Geschehen beim diesjährigen Kreisjugend-feuerwehrtag Goslar zusammenfassen, der aus gutem Grund in Seesen über die Bühne ging.

Im fast bis auf den letzten Platz besetzten Saal des Bürgerhauses konnte Kreisjugendfeuerwehrwart Michael Müller (Seesen) neben Kreisbrandmeister Uwe Fricke und den Feuerwehrangehörigen besonders Landrat Thomas Brych, Seesens Bürgermeister Erik Homann sowie die Landtagsabgeordneten Dr. Alexander Saipa und Petra Emmerich-Kopatsch begrüßen.

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 Kreis-Jugendfeuerwehrwart Michael Müller

Es war Müllers erste Jahresbilanz in dieser Funktion, hatte er doch im vergangenen Jahr das Amt von Jürgen Hage übernommen. Stolz berichtete Müller von 669 Kindern und Jugendlichen, die ihren Dienst in der Feuerwehr versehen. Zwar hätten die Jugendfeuerwehren zwei Mitglieder verloren, doch das glichen die Kinderfeuerwehren mit einem Zuwachs von 35 Kindern wieder aus. Dies bedeute einen Zuwachs von 33 Mitgliedern, was nicht zuletzt der jeweiligen Neugründungen einer gemeinsamen Kinder- und Jugendfeuerwehr Wiedelah/Lengde/Lochtum zuzuschreiben sei, so Müller. Weiter fuhr er fort, dass 53 Nachwuchsbrandschützer in die Einsatzabteilung gewechselt seien und nun dort als Einsatzkräfte zur Verfügung stünden. Nichtsdestotrotz hätten allerdings zehn von 34 Jugendfeuerwehren im Landkreis Nachwuchssorgen. 

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Der scheidende stellv. Kreis-Jugendfeuerwehrwart Stefan Bettner 

Über die Veranstaltungen im vergangenen Jahr berichtete Fachbereichsleiter Marius Rademacher-Ungrad (Oker) gleich aus zwei Perspektiven, schließlich ist er zugleich für die Öffentlichkeitsarbeit der Kreis-Jugendfeuerwehr zuständig. Rademacher-Ungrad erinnerte an den Wettbewerb der Jugendfeuerwehren, bei dem sogar das Freibad des VfL Oker kostenfrei mitgenutzt werden konnte. Das neue Angebot nutzten die Gruppen bei 30° Celsius Lufttemperatur zwischen Wettbewerb und Siegerehrung sehr gerne. „Und dies soll nicht die letzte Neuerung für den Wettbewerb gewesen sein", versprach Rademacher-Ungrad. Statt des Orientierungsmarsches fand im Jahr 2016 eine Olympiade in Liebenburg statt. Nicht ohne Stolz verwies Rademacher-Ungrad darauf, dass im sozialen Netzwerk Facebook die Beiträge der Kreis-Jugendfeuerwehr im Durchschnitt von 900 bis 1000 Personen gelesen werden.

Für die sieben Kinderfeuerwehren im Landkreis Goslar berichtete der Fachbereichsleiter Benjamin Wagner aus Seesen. Auch Wagner ging nochmals freudig auf die gestiegenen Mitgliedszahlen ein. Das Jahr sei von der Neugründung der Kinderfeuerwehr Wiedelah/Lengde/Lochtum sowie von vielen Sitzungen geprägt worden, sagte Wagner. Die Kinderfeuerwehren im Landkreis wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten. In diesem Jahr hätten dazu bereits weitere Gespräche stattgefunden. „Die Kinderfeuerwehren werden nicht nur gut besucht, sondern jede Kinderfeuerwehr hat bereits eine große Warteliste. Eine Gründung weiterer Kinderfeuerwehren ist daher nur noch eine Frage der Zeit", meinte Wagner.

Nun besteht ein Kreisjugendfeuerwehrtag nicht nur aus Berichten. So gab es beispielsweise einen neuen stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwart zu wählen. Stefan Bettner (Seesen) stellte sein Amt nach 16 Jahren zur Verfügung. Er stand den ehemaligen Kreisjugendfeuerwehrwarten Herbert Ahrens und Jürgen Hage lange zur Verfügung. Nun ist Bettner auf Landesebene aktiv und ist stellvertretender Landesjugendfeuerwehrwart. Natürlich ließ man Bettner nicht einfach so gehen. Sichtlich bewegt, erhielt er aus den Händen von Michael Müller eine Fotocollage aus seiner Zeit in der Kreisjugendfeuerwehr und eine Mettwurst. „Letztere war eher symbolisch gedacht", berichtete Müller. Schließlich habe Stefan Bettner zu den Sitzungen im Bezirk immer eine Mettwurst mitgebracht, falls es Mal etwas länger dauerte.

Für die Wahl von Bettners Nachfolger gab es nur einen Kandidaten: Martin Butzlaff aus Harlingerode. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der gelernte, Forstwirt und Berufskraftfahrer Butzlaff wurde 1975 in Goslar geboren, ist seit 26 Jahren aktives Feuerwehrmitglied und hat viel Erfahrung in der Jugendarbeit - wurden 96 Stimmenberechtigte zur Urne gebeten. Mit 87 „Ja"-Stimmen entschied sich die Versammlung eindeutig für Martin Butzlaff als neuen stellvertretenden Kreisjugendfeuerwehrwart. Das Ergebnis muss nun noch durch das Kommando des Kreisfeuerwehrverbandes bestätigt werden, bevor er offiziell in das Amt eingeführt wird. Warum er sich für dieses Amt zur Verfügung stellte, brachte er mit den Worten auf den Punkt: „Ich habe da richtig Bock drauf..."

Zusammen mit Kreisbrandmeister Uwe Fricke und Landrat Thomas Brych hatte der Kreisjugendfeuerwehrwart an diesem Nachmittag auch Ehrungen durchzuführen. Müller ehrte Tim Schlüter, stellvertretender Jugendfeuerwehrwart Wolfshagen, der seit rund 13 Jahren die Jugendarbeit in Wolfshagen begleitet, mit dem Ehrenzeichen der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr aus.

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Der stellv. Kreis-Jugendfeuerwehrwart Stefan Bettner steckt Tim Schlüter
das Ehrenzeichen der Niedersächsischen Jugendfeuerwehr an. 

Außerdem wurde mit Heiko Doelfs der langjährige und jüngst verabschiedete Jugendfeuerwehrwart aus Bornhausen, der gleichzeitig stellvertretender Stadtjugendfeuerwehrwart in Seesen ist, auf die Bühne gebeten. Er konnte das Feuerwehrehrenkreuz in Bronze in Empfang nehmen.

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Ehrungen (von links): Kreisjugendfeuerwehrwart Michael Müller, Bürgermeister Erik Homann, Landrat Thomas Brych, der frischgebackene stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwart Martin Butzlaff und sein verabschiedeter Vorgänger Stefan Bettner, Tim Schlüter, Heiko Doelfs (Feuerwehrehrenkreuz in Bronze) und Kreisbrandmeister Uwe Fricke.

Gegen Ende der Versammlung rief Müller alle neuen Funktionsträger aus den Gemeinden und Städten auf, damit sie ihr neues Funktionszeichen entgegennehmen konnten. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 19 neue Funktionsträger berufen.

  • Stadtjugendfeuerwehrwart Goslar: Markus Baginski
  • Stellv. Stadtjugenfeuerwehrwart Goslar: Thomas Hannak
  • Stellv. Jugendfeuerwehrwart Oker: Michael Schärf
  • Jugendfeuerwehrwart Vienenburg: Malte Küster
  • Stellv. Jugendfeuerwehrwart Vienenburg: Tobias Knipping
  • Jugendfeuerwehrwart Wiedelah: Christian Kratkai
  • Stellv. Jugendfeuerwehrwart Wiedelah: Andreas Deike
  • Stellv. Gemeindejugendfeuerwehrwart Liebenburg: Timo Jelitto
  • Stellv. Jugendfeuerwehrwart Liebenburg: Jörg Nebendahl
  • Gemeindejugendfeuerwehrwart Lutter: Matthias Falkenberg
  • Stellv. Jugendfeuerwehrwartin Bodenstein: Saskia Brunke
  • Stellv. Jugendfeuerwehrwart Ostlutter: Steffen Lutter
  • Stadtjugendfeuerwehrwart Clausthal: Daniel Gröters
  • Jugendfeuerwehrwart Clausthal-Zellerfeld: Gerrit Busse
  • Stellv. Jugenfeuerwehrwart Clausthal-Zellerfeld: Marcel Paul
  • Jugendfeuerwehrwart Bornhausen: Christian Kiehne
  • Stellv. Jugendfeuerwehrwart Bornhausen: Andre Nettersheim
  • Stellv. Jugendfeuerwehrwart Bornhausen: Lina Fabryzek
  • Jugendfeuerwehrwart Rhüden: Jure Kähler

Das Schlusswort hatte Stefan Bettner. Er erklärte, dass es nunmehr an der Zeit sei für die Kreisjugendfeuerwehr Goslar, ein neues, anderes, jüngeres Gesicht zu bekommen. Die Arbeit auf Landesebende bereite ihm sehr viel Freude. „Wir machen das aber nicht für uns, sondern für die Jungen und Mädchen", betonte Bettner, der sich besonders das Thema Inklusion und Integration auf die Fahnen geschrieben hat.

Text:  Lutz Lunkewitz
Fotos:  Rademacher-Ungrad
   
       
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